Wofür kämpfst du? – Blogtour zu Splitterleben 

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am heutigen Tage teile ich mit Euch meine Geschichte, nachdem schon einige Bloggerinnen vor mir, ihren persönlichen Eintrag im Rahmen der Blogtour zu Splitterleben von Jenna Strack rund um das Thema >>Wofür kämpfst du?<< veröffentlicht haben. ♥

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Wie ihr schon in einigen Einträgen zuvor gelesen habt, hat wirklich jeder von uns ein Päckchen mit sich zu tragen. Von Mobbing, über Verluste und Klausurdruck ist alles dabei gewesen. Und schnell fragte ich mich wie persönlich wird mein Eintrag? Teilt man seine Geschichte einfach so im Netz? Gibt es Menschen mit ähnlichen Erfahrungen, die vielleicht durch einen solchen Eintrag den Mut finden einen Ausweg zu finden? 

Ich erzähle euch einfach mal etwas über mich und was mich zu meinem persönlichen Kampf gebracht hat:

In meiner Teenie-Zeit ging es mir von Zeit zu Zeit schlechter und ich wusste nicht wirklich was mit mir geschah. In der einen Sekunde ging es mir noch gut und in der nächsten bin ich zusammen gebrochen, hab um Luft gerungen und bin in Panik verfallen. In meinem Kopf prasselten tausende von Gedanken und gleichzeitig war ich wie gelähmt.

So folgten zig Arztbesuche und nicht selten rief ich den Krankenwagen, da meine Panik schnell in Todesangst überging.
Erst wussten die Ärzte nicht so recht weiter – Ich wurde mehrfach durch gecheckt und der Gesundheitsbefund fiel jedes Mal positiv aus. So hätte ich doch eigentlich Grund zur Freude gehabt? Oder nicht? Da war doch immer noch diese Angst in mir, die mich verfolgte und innerlich zerfraß.
So wurde aus der Angst –  die Angst vor der Angst  – und ich machte mich selbst verrückt. Eignete mir Ticks an wie ständig nach dem Puls zu tasten, wurde immer schreckhafter und verlor mich selbst.

Auch meine liebsten Menschen um mich herum hatten es nicht leicht mit mir. Denn umso weniger ich mich verstanden gefühlt habe, baute ich eine Mauer um mich.
Bis ich eines Tages wieder Kraft hatte, mich gegen meine Angst zu stellen. Ich holte mir Informationen aus dem Internet und fühlte mich nicht mehr so alleine, denn in sämtlichen Foren beschrieben Menschen, jeden Alters, ihre Ängste und auch den Umgang damit. Des weiteren kaufte ich mir Bücher und las aus Erfahrungsberichten und auch über psychologische Aspekte.
Folglich suchte ich mir einen Psychologen, in der Hoffnung er könnte mir helfen. Ich hatte ein Vorgespräch und erzählte von mir, was mir unfassbar schwer fiel. Er nahm mich nicht Ernst und meinte solche Phasen hat man mal, aber die verwachsen sich noch und ich sollte mich nicht so anstellen.

Und wieder wusste ich nicht weiter, fühlte mich vor den Kopf gestoßen. Ich fragte mich schon – Bilde ich mir meine Ängste nur ein? Wie kann das sein? Ich verspüre doch nicht nur Ängste im Kopf – Sie gehen doch schon längst in körperliche Symptome über. Herzrasen, Atemnot, Schwindel und Taubheitsgefühle? Das soll ich mir einbilden? Bin ich vielleicht doch krank? Haben die Ärzte nicht gründlich genug gesucht?
Es folgten weitere Behandlungen, Blutbilder und sämtliche Check Ups. – Immer mit selbigen Ergebnis – Gesund. Manchmal fragte ich mich, was wäre wenn ich krank wäre? Würde es mir aus meiner Angst heraus helfen, da ich dann einen Grund hatte und alles für mich plausibel wäre? Oder würde mich ein Krankheitsbefund noch tiefer ziehen? Kann man noch tiefer sinken?
Mein Leben wurde von der Angst übernommen. Straßenbahnfahrten, Besuche in großen Mengen, Dunkelheit – Es machte mir alles Angst. Aus Angst wurde Panik.

Mit mir litten auch meine Familie und Freunde. Mein heutiger Verlobter hatte es damals auch nicht einfach mit mir und stand mir doch stets an der Seite. Und mit ihm an meiner Seite wuchs ich auch wieder ein Stückchen. Bei ihm ging es mir gut.
Ich versuchte wieder mehr zu lachen und mich auch einen Unternehmungen zu stellen. Es wurde besser – Aber die Angst verließ mich nicht.

Ein zweiter Anlauf bei einer Psychologin war mein nächster Schritt und endlich fühlte ich mich mehr verstanden. Sie hörte mir zu und nahm meine Ängste ernst. Gab mir Tipps mit dem Umgang und nach ein paar Sitzungen ging es mir etwas besser.
Was mir geholfen hat war letztlich sich der Angst zu stellen, sie nicht zu fürchten und mit ihr zu leben. Jede Angst hat einen Hintergrund und diesen hieß es für mich heraus zu finden und obwohl es mir heutzutage deutlich besser geht, suche und kämpfe ich teilweise immer noch.

Wenn man mich heute fragen würde ob ich mittlerweile Angstfrei bin? So kann ich sagen es ist ein stetiger Kampf, der mit der Zeit besser wird und man immer auf sein Herz hören sollte.

Manchmal reicht es auch nur ein Fünkchen Hoffnung zu nutzen um den ersten Schritt zu gehen. Zu verlieren hatte ich nichts und auch wenn es ein langer Weg ist, der auch mal Rückschläge mit sich bringt, so habe ich einen Weg für mich gefunden.

Lebt, macht das was euch Spaß macht und vor allem seit glücklich. So überlagert die Freude eure Ängste von selbst. Gebt nie die Hoffnung auf und glaubt an Euch. ♥

Das dieser Eintrag dann doch so persönlich wird und zugleich so leicht von der Hand geht, habe ich beim Verfassen nicht erwartet.^^ Wenn ihr mögt teilt doch Eure Gedanken dazu und verratet mir wofür ihr kämpft. ♥

Auf Instagram werde ich drei Goodie-Tüten zu den Buch Splitterleben von Jenna Strack verlosen. Ihr bekommt eine Leseprobe, ein Lesezeichen und eine Postkarte zum Buch. In einer der drei Tüten befindet sich zusätzlich ein Gutschein für das Ebook Splitterleben. ♥

Klappentext – Splitterleben:
Wenn ich mich an einen speziellen Moment erinnern soll, in dem mein bisheriges Leben einen Riss bekam und die ersten Splitter meine Wahrnehmung streiften, dann war es wohl der Abend, an dem ich nieste und hoffte, es wäre nichts Schlimmes. Doch irgendetwas in mir wusste es bereits: dass nichts mehr so sein würde wie zuvor.
Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im Leben: jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas neues zusammenzusetzen.

Meine Rezension findet ihr hier ->

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27 Gedanken zu “Wofür kämpfst du? – Blogtour zu Splitterleben 

  1. Wow, ich bewundere dich für deine Ehrlichkeit 🙊❤ Das war sicher hart für dich.
    Ich hadere mit Depressionen, aber ich finde immer Hilfe bei Freunden. Einige haben da schon Erfahrungen gemacht und unterstützen mich jetzt. Ich weiß nicht, was ich ohne diese Menschen machen würde 😅
    Jedenfalls Respekt für diesen Beitrag ❤

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    1. Huhu… vielen Dank 🙂
      Tatsächlich fiel mir der Beitrag garnicht so schwer. Mit den Jahren bin ich daran auch gewachsen, was es einfacher macht 🙂
      Es ist immer hilfreich eine Stütze zu haben. Sei es Freunde, Familie oder der Partner. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem Weg und bin mir sicher du wirst diesen auch meistern ♥
      Drücker an dich 🙂

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  2. Erstaunlich wieviele heutzutage unter Ängsten leiden. Mitunter auch Menschen, da erwartet man es gar nicht, weil sie immer so resolut und selbstsicher nach außen wirken.

    Schön, dass du einen Weg aus der Angstspirale gefunden und einen verlässlichen Partner, quasi als Fels in der Brandung, an deiner Seite hast! ♥

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    1. Das mit den Ängsten ist so eine Sache. Ich habe ja damals auch schon gearbeitet …im Einzelhandel und musste immer lächeln, nett sein und quasi das positive in Person darstellen. So zog auch ich mir tagtäglich eine Maske auf. Aber wie sagt man so schön, was man am Tag verdrängt, kommt in der Nacht wieder. Bzw nachdem ich Feierabend hatte, war ich teilweise fix und fertig. Irgendwann hatte ich dann sogar Ängste auf der Arbeit und ich bin auch da teilweise zusammen gebrochen :/
      Aber ja ich schweife aus^^…. es ist einfach so das man hinter die Fassade – In die Gedanken anderer nicht einsehen kann und demnach auch nicht immer alles nachvollziehen kann 🙂
      Danke für deine lieben Worte…ja er ist wahrlich mein Fels. ♥
      Drücker an dich 🙂

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  3. Die Angst vor der Angst ist wirklich schlimm 😱 Dabei ist es doch faszinierend, welchen Einfluss unsere Gedanken auf unser körperliches Empfinden haben. Meine Mama hatte plötzlich mega Angst beim Autofahren, obwohl nichts passiert ist. Die Diagnose der Ärzte heißt „gesund“, denn wie wollen sie denn auch psychische Ängste messen? Den ersten Psychologen möchte ich am liebsten verhauen, weil er dich nicht ernst genommen hat!! Ängste sollte man immer ernst nehmen und so, wie du es auch richtig machst, sich ihnen stellen! 💗 Du packst das Süße 💞💞💞

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    1. Hey Süße:)
      das ist wahr…die Angst vor der Angst ist das was einen rasend machen kann und das was die Ausbrüche körperlich anrichten können ist auch enorm.
      Geb ich dir Recht, die Ärzte können auch nicht das was sie selbst nicht kennen oder selbst erfahren haben irgendwie ermessen. Zumal jeder Mensch ist anders. Leider muss ich sagen das auch die Psychologen nicht immer gut für einen sind. Ich glaub damals habe ich einfach einen neutralen Ansprechpartner gebraucht, der sich auf mich einlässt und nicht mit Vorwürfen schmeißt, sondern in die Zukunft sieht und darauf aufbaut. Aber der Kampf dahinter war letztlich mein eigener. Ohne Wille gibt es meiner Meinung auch keinen Weg 🙂
      Aber mir geht es heut gut, natürlich sind ein paar Macken hängen geblieben, aber das was ich aus den Jahren rausziehen kann ist für mich Stärke 🙂
      Drücke dich meine Liebe 🙂 ♥

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  4. Es ist schön, dass Du einen Ausstieg aus dieser Spirale finden konntest. Ich konnte diese psychischen Probleme nie nachvollziehen. Ich hab sie nicht abgewunken, aber nicht gewusst wie schlimm sie sind. Bis mein Mann und ich auf einmal gekündigt werden sollten – uns wehrten und blieben, danach aber ziemlich gemobbt oder bei uns eher Bossing statt Mobbing. Wir ließen uns lange krank schreiben und jedesmal wenn ich zurück sollte auf die Arbeit ging es mir schlecht. Auch körperlich. Ich habe mich sehr gewehrt und gekämpft.Mein Chef hatte kein leichtes Spiel mit mir – ich hab schon Zähne gezeigt – ich habe zwar eine Degradierung hinter mir und muss körperlich härter dran. Aber mein Kopf ist frei…Frei für meine Fantasy 😉 . Ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass Du auf Deinem Weg bleibst. Liebste Grüsse.

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    1. Hey süße:)
      bahh das klingt ja furchtbar…. Aber wenn auch du da einen Absprung für dich gefunden hast, freut mich das natürlich. Ich glaube selbst der empathischste Mensch kann einen nicht zu hundert Prozent verstehen, solange er nicht selbst das gleiche durchmacht oder gemacht hat. Das ist nochmal ein anderes Level, wenn man auf Gleichgesinnte trifft . ♥
      FANTASIE ist super …Drücker an Dich ♥

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  5. Schöner, ehrlicher und mutiger Beitrag süße ❤
    Manchmal reicht es anscheinend wenn jemand versucht dich zu verstehen und für dich da ist. Schön, dass du einen Weg daraus gefunden hast 🙂 Ich gebe deine Worte lieben Worte sehr gerne zurück: du bist toll so wie du bist und bleib bitte auch so! 😉
    Drücker und Kuss ❤

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  6. Das war ein emotionaler und ergreifender Blogbeitrag! Ich bewundere Menschen wie dich, die schreiben was sie denken. Das ist wahre Stärke. Jeder von uns hat Kämpfe auszutragen, das Leben ist niemals leicht und doch sollte man immer wieder aufstehen ❤ Im übrigen machst du tolle Bilder. Wie steht es mit Rezensionsexemplaren, dürfte man dir da was zusenden?:-o alles Liebe Ney❤

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  7. Meine liebe Yasmin, danke für deinen offenen Beitrag ❤ Ich habe eine Freundin, die ebenfalls von Ängsten geplagt wurde, fast ihr ganzes Leben lang. Ich wünsche dir, dass du deinen stetigen keinen Kampf weiterhin so gut meisterst und die Ängste dich irgendwann vielleicht sogar in Ruhe lassen ❤

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